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    30.03.2012 - 15.04.2012

    GIANLUIGI VERDI: Der Weg zur Abstraktion mit Form und Farbe: der "Lacus Benacus" in den Bildern Gianluigi Verdi

    "Benaco", 1964, Öl auf Leinwand, 100 x 70 cm

    Gianluigi Verdi

    Vernissage am 29. März 2012, 19.30 Uhr

     

    Gianluigi Verdi - geboren 1931 in Bergamo - bildete sich zeichnerisch und graphisch zu Beginn der 50er Jahre an der örtlichen Akademie der Bildkünste. Geprägt von der lombardischen, gegenständlichen Maltradition Norditaliens unternimmt er 1954 eine Reise nach Paris, wo die aktuellen Impulse der Kunst neue Wege für seine Malerei bereiten. Picasso, Utrillo, Fautrier, Clavé u.a. eröffnen ihm die informelle, surrealistische und abstrakte Kunstwelt. Er nähert sich der nicht gegenständlichen Kunst an, indem er seine eigene Umgebung, die norditalienische Landschaft und die Poebene, durch kräftige energievolle Farben und essentielle Linien abstrahiert.

    Jedoch nicht nur die Landschaften der Poebene, sondern auch die Gegenden im süditalienischen Kalabrien, welche Verdi häufig mit seiner Familie aufsuchte, sowie weitere Orte in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland inspirierten ihn und gaben ihm immer wieder schöpferische Anregungen zu neuen Werken. Der Künstler entwickelte schrittweise eine sehr durchdachte und zugleich ausdrucksvolle Malweise. Seine künstlerische Produktion war äußerst umfangreich. Zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen (u.a. in Venedig, Verona, München, Hamburg, Schwäbisch Hall) präsentierten seine Werke.

    Aktiv im sozialen und kulturellen Leben, wach gegenüber neuen Tendenzen der Kunst, zugleich seinen persönlichen, schöpferischen Weg verfolgend, begleitete den Maler sein Bekenntnis zur modernen Malweise bis zu seinem Tod im Jahre 2005. Bezüge zu klassischen Großmeistern wie Kandinsky, Feininger und Rothko sind in Verdis Gemälden augenscheinlich.

    Einen intimen Einblick in sein Leben und Werk eröffnet der 1972 erschienene Roman "Malpaga" von Nantas Salvalaggio, einem Freund der Familie. Die darin beschriebene Figur des Malers Ross bezieht sich auf Gianluigi Verdi. Zahlreiche Vorträge über abstrakte Malerei zogen Verdi vom Gardasee über Freiburg bis in die Niederlande (Bocholt). Zusammen mit Carlo Fayer realisierte er durch Kontakte zu Le Corbusier Keramikpanelen für ein Bauprojekt in Perpignan/Südfrankreich.

    Ein Leben mit der Kunst zwischen Italien, Deutschland, Österreich und die Schweiz - als lombardischer Maler, der zeitlebens seiner Herkunft treu blieb, stellt Gianluigi Verdi einen der wenigen Vertreter der italienschen Moderne dar. In seinem Werk vereinen sich die neuen Impulse der Zeit mit italienischem Erbe, so dass sich die abstrakte Kunst Mitte des 20. Jahrhunderts auch in Italien verankert.

    Von 1968 bis 2005 lebte er zusammen mit seiner Frau und vier Kindern in Moniga del Garda, 10 km von Desenzano, der Partnerstadt Ambergs. 

    Arbeitsgebiete: Malerei, Grafik