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  • Ansicht des Jesuitenkollegs mit St. Georg in Amberg, Öl/Leinwand, Ende des 17. Jahrhundert

    Der letzte Abschnitt dieser Abteilung ist der Zeit Ambergs unter den bayerischen Kurfürsten gewidmet (1623-1803).

    Das Ende der Kurpfälzischen Regierung
    Amberg kommt nach der Schlacht am Weißen Berg, 1620, an Bayern. Der Sieger, Herzog Maximilian I. von Bayern, erhält als Kriegsentschädigung 1621 bzw. 1623 das Fürstentum der Oberen Pfalz und damit verbunden die pfälzische Kurwürde. Maximilians Ziel ist es, die langersehnte Kurwürde für den katholischen Zweig des Hauses Wittelsbach auf Dauer zu sichern. Amberg wird wie vor dem Jahr 1329 nun wieder bayerisch, verliert aber den Rang einer Residenzstadt.

    Ausgestellt sind ein Portrait (Öl, Leinwand, 1. H. 17. Jh.) und einige Graphiken von Kurfürst Maximilian und dazu ein Portrait seines einzigen Sohnes Ferdinand Maria.

    Mit dem Übergang der Oberpfalz an Bayern setzt die Rekatholisierung ein. Die nicht­katholischen Bürger der Oberpfalz werden zur Konversion oder Emigration gezwungen. Ein großer Teil der städtischen Oberschicht verlässt die Stadt. Die Wirtschaft der Stadt kommt fast völlig zum Erliegen. Maximilian schickt ab 1621 die Jesuiten in die Stadt. Mit dem Bau des Kollegs beginnt man 1665. Dieses monumentale Gebäude wird zum Symbol der katholischen Herrschaft.

    Mit der Gründung der Marianischen Kongregation, der Pflege des Schuldramas und der Kirchenmusik geben die Jesuiten dem religiösen und kulturellen Leben der Stadt bis zum Verbot des Ordens im Jahr 1773 wichtige Impulse. Auch die Gründung der Wallfahrt auf den Maria-Hilfberg geht auf die Jesuiten zurück. Aufgrund eines Pestgelübdes hat 1634 die Bürgerschaft ein Gnadenbild auf den Berg übertragen und eine Kapelle bauen lassen. Da die Wallfahrt regen Zulauf fand, wurde 1697 - 1717 die jetzige Kirche nach Plänen von Wolfgang Dientzenhofer errichtet und von C.D. Asam freskiert.

    Auch das Franziskaner- und Paulanerkloster werden 1626 bzw. 1628 wieder neu besetzt. Im Bereich "Glanz des Barock" sind Objekte aus Amberger Pfarr- bzw. Klosterkirchen und der Wallfahrtskirche Maria-Hilf ausgestellt.

    Dem Besucher werden aber auch die "Dunklen Zeiten" Ambergs vorgestellt. Durch Kriege und Belagerungen nimmt Amberg immer wieder großen Schaden. Besonders betroffen ist die Stadt im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) mit der Belagerung und Beschießung Ambergs 1703 durch die Österreicher.

    Die Abteilung wird abgeschlossen mit einer Portraitreihe der bayerischen Kurfürsten, beginnend mit Max II. Emanuel (reg. 1679 - 1726) bis zu Maximilian IV. Joseph, der ab 1806 als Max I. Joseph König von Bayern wird. Den Schlusspunkt bildet ein großes Portrait (Öl, Leinwand, nach 1818) des ersten bayerischen Königs Max I. Joseph. Unter seiner Herrschaft wird 1810 der Sitz der Oberpfälzer Regierung von Amberg nach Regensburg verlegt.