• Adobe CS6 Master Collection
  • Adobe CC 2017 Master Collection
  • Autodesk AutoCAD LT 2017
  • Autodesk AutoCAD 2017
  • Autodesk AutoCAD 2008
  • Ladeneinrichtung der Bäckerei Singer

    Darf´s a bisserl mehr sein? - Einkaufen wie zu Omas Zeiten

    Ein Kramerladen, eine Bäckerei und eine Wein- und Likörhandlung erinnern an das Geschäftsleben der guten alten Zeit. Wir laden Sie ein zu einer Einkaufszeitreise durch vollständig eingerichtete Läden.

    Die Bäckerei Singer Amberg, Löffelgasse 8
    Die Bäckerei von Franz Josef Singer ist seit 1900 als Bäckerei und Melberei (Mehlhandlung) in der Löffelgasse nachweisbar. Manch einer wird sich noch an die guten Semmeln und Spitzeln aus dieser Bäckerei erinnern.

    Nach dem Tod von Franz Josef Singer hat seine Tochter Gretl den Laden übernommen. Auch deren Bruder Ernst hat im Nebenerwerb in der Bäckerei mitgearbeitet. Nach dem Tod von Gretl Singer wurde der Laden in den 1980er Jahren aufgegeben. Die Originaleinrichtung haben die Erben 2005, nach dem Tod von Ernst Singer, dem Museum vermacht. Der Bäckerladen ist mit der Einrichtung in Originalgröße aufgebaut.

    Der Gemischtwarenladen der Geschwister Rom Schnaittenbach, Blumenstr. 71
    Ursprünglich war im Haus Blumenstraße 71 eine Schuhmacherei untergebracht. Unter den beiden Schwestern Emma und Thekla Rom wurde daraus nach dem 2. Weltkrieg ein Gemischtwarenladen.
    Die Frauen handelten mit allen Artikeln des täglichen Bedarfs. Lebensmittel, Drogerieartikel, Haushalts- und Kurzwaren, aber auch Genussmittel wurden verkauft. Von Butter über Schuhcreme bis zur Seife war alles im Angebot. 1994, nach dem Tod von Emma Rom, wurde der Laden aufgegeben. Im Jahr 1997 haben die Nachfahren die Einrichtung dem Museum überlassen. Der Laden war immer ein Ort der Begegnung und Kommunikation, ein Platz für "Klatsch und Tratsch".

    Wein- und Likörhandlung Richard Brand Amberg, Paulanergasse 18
    Richard Brand wurde am 3.4.1889 in Heidingsfeld bei Würzburg geboren. Ab 1929 ist er wohnhaft in der Kasernstraße 5, ab 1947-54 in der Paulanergasse. Hier betreibt er eine Weingroßhandlung, Likör- und Essigfabrik und eine Weinstube. 1954 verstirbt Richard Brand. Die Weinhandlung wurde 1957 geschlossen.
    Erhalten haben sich noch Likör- und Weinflaschen, Rechnungsbücher, Etikettenkataloge und Schriftverkehr.

    Möchten Sie wissen was Lebensmittel um 1900, zur Zeit der Inflation 1923 oder während der Währungsreform 1948 gekostet haben oder wie viel man für eine Maß Bier und eine Brotzeit in den 50er Jahren in einem Amberger Wirtshaus ausgeben musste? Antworten darauf bekommen Sie in dieser Abteilung.

    In manchen Dingen war uns die "gute alte Zeit" weit voraus. Die Verpackungen waren vorwiegend "Mehrweg". Man hat sie entweder mit Pfand belegt oder die Kunden mussten für die offen gehandelten Lebensmittel selbst Behältnisse mitbringen wie z.B. für Milch, Sauerkraut, Öl und Mehl.
    Obst und Gemüse und sonstige trockene Waren wurden in spitz zulaufende Papiertüten gefüllt. Die Kunden zahlten bar, Stammkunden konnten "anschreiben" lassen und für jeden Einkauf gab es Rabattmarken.