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  • Baudatum an der Nordwestecke des Baustadels
     

    Das Museumsgebäude, der sog. Baustadel, ist ein zweiflügeliger Gebäudekomplex aus dem 15./16. Jahrhundert mit einem modernen Remisenanbau von 1989. Die beiden historischen Flügel stoßen im rechten Winkel aneinander. Aufgrund der Bauformen kann man annehmen, dass der Nordflügel, das sog. Kolonnenhaus, im 15. Jahrhundert entstanden ist. Als Fertigstellungsdatum des Südflügels darf, entsprechend der Jahreszahl am Außenbau, 1544 festgelegt werden. 

    Der Baustadel hatte ursprünglich mehrere Funktionen. Er war zum Teil Lagerhaus der Stadt. Hier wurde Baumaterial zum Ausbessern der städtischen Gebäude, der Stadtmauer und für die Bürgerhäuser aufbewahrt. In den Schüttböden des Daches hat man Getreide gelagert. Der Baustadel wurde aber auch als städtisches Zeughaus genützt. Im Gewölberaum im Erdgeschoss wurden die Geschütze untergestellt, die in den Basteien, Mauer- und Tortürmen eingesetzt wurden. Im 1. Obergeschoss hat man die Waffen und Ausrüstungen für die wehrhaften Bürger sowie die vier Stadtfahnen aufbewahrt. Bereits in der 1564 erschienen Stadtchronik von Michael Schwaiger wird im vierten Kapitel der Baustadel erwähnt.

    Der Baustadel nach der Sanierung 1987-89, (Zeichnung Uwe Hoppe, Amberg)

    Im 20. Jahrhundert sind im Baustadel die Amberger Feuerwehr, das Rote Kreuz, die städtische Freibank und Wohnungen untergebracht. Von 1983 - 88 wird der Gebäudekomplex von der Stadt zum Museum umgebaut. Die zahlreichen Schüttböden, die Holzdecken und der gesamte Dachstuhl bleiben im originalen Zustand erhalten. 

    2002/03 erhält das historische Gebäude einen modernen Anbau, in dem im Erdgeschoss die neue Eingangshalle, der museums-pädagogische Raum, das Prechtl-Kabinett und im ersten Obergeschoss das Archäologische Museum der Oberpfalz ihren Platz finden. Im Foyer sind der Kassenbereich, die Zugänge zu den Museen und Sonderausstellungsräumen sowie der Museumsshop, Lesepulte für Ausstellungskataloge, aber auch eine Verweilzone mit Espresso-Bar untergebracht.Die Glasarchitektur gibt den Blick frei in den Innenhof des Museums, der für die Besucher geöffnet ist. Das neue Foyer wird vielfach genutzt, so z.B. bei Vernissagen und als zentraler Ort bei Museumsfesten oder Musikveranstaltungen.